BZF-Prüfung: was dich am Tag X erwartet
So ordnest du den amtlichen Rahmen der BZF-Prüfung richtig ein: schriftlicher Teil, praktische Fertigkeiten und saubere Vorbereitung.
Redaktionell verantwortlich: Christian Kirsch, Flytalk.ai.
Die BZF-Prüfung wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur durchgeführt. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Prüfungsbestimmungen der FlugfunkV und die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Fragenkataloge.
Teil 1: Theorie
Für BZF II sind unter anderem rechtliche Grundlagen, Sprechfunkverfahren, Not- und Dringlichkeitsverfahren, Flugsicherung, Luftraumorganisation und Funknavigation nachzuweisen. BZF I umfasst diese Kenntnisse ebenfalls; praktisch kommt englischer Sprechfunk hinzu.
Die FlugfunkV legt für die Prüfungsteile keine feste Zahl von Aufgaben, keine pauschale Bearbeitungszeit und keine allgemeine Prozentgrenze fest. Plane deine Vorbereitung deshalb am aktuellen amtlichen Fragenkatalog aus, nicht an inoffiziellen Zahlenangaben.
Teil 2: Praxisfunk
Im praktischen Teil bereitest du einen VFR-Flug von und zu einem kontrollierten Flugplatz mit amtlichen Unterlagen vor und wickelst den Sprechfunk mit den festgelegten Redewendungen, Ausdrücken und Verfahren ab. Dazu gehören auch Not- und Dringlichkeitsverfahren.
Für BZF I gehört zusätzlich das Lesen eines englischen Textes aus Luftfahrthandbüchern mit anschließender mündlicher Übersetzung ins Deutsche dazu. Die FlugfunkV nennt dafür ungefähr 800 Zeichen.
Häufige Stolperfallen
- Unvollständige Erstmeldung oder unpassende Stationsansprache.
- Readbacks, in denen sicherheitsrelevante Werte oder Freigabebestandteile fehlen.
- Verwechslung von Anweisung, Freigabe und eigener Absicht.
- Unklare Verwendung von Not- und Dringlichkeitsverfahren.
- Vorbereitung ohne aktuelle amtliche Unterlagen.
Wann ist man durchgefallen?
Über das Ergebnis entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Prüfung ist bestanden, wenn in allen Teilen ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten nachgewiesen sind. Pauschale Durchfallregeln wie eine feste Zahl falscher Readbacks sind keine amtliche Bewertungsregel und gehören nicht in deine Lernroutine.
Vorbereitung
- Mit dem aktuellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur arbeiten.
- Amtliche Unterlagen für die jeweilige Funklage lesen und nicht auswendig ersetzen.
- Erstmeldungen, Readbacks, Frequenzwechsel sowie Not- und Dringlichkeitsverfahren laut üben.
- Eigene Funksprüche gegen die konkrete Anweisung prüfen lassen und offene Punkte mit Fluglehrer oder Prüfer klären.
Quellen
- Bundesnetzagentur: Flugfunkzeugnisse und aktuelle Fragenkataloge.
- FlugfunkV Anlage 1: Prüfungsbestimmungen für den Erwerb von Flugfunkzeugnissen.