Squawk-Codes: 7000, 7500, 7600 und 7700 richtig einordnen
Was ein SSR-Code bedeutet, wann eine ATS-Zuweisung Vorrang hat und wie SERA die Codes 7000, 7500, 7600 und 7700 einordnet.

Die direkte Antwort
Ein Squawk ist der vierstellige Mode-A-Code eines SSR-Transponders. Er hilft der Flugsicherung, ein Radar- oder Überwachungsziel zuzuordnen. Ein von ATS angewiesener Code hat Vorrang; ohne ATS-Anweisung gelten SERA und die Festlegungen der zuständigen Behörde.
In diesem Briefing
Warum die Ziffern nur von 0 bis 7 reichen
Der Mode-A-Code ist oktal aufgebaut. Jede der vier Stellen verwendet nur die Ziffern 0 bis 7. Deshalb sind Werte mit 8 oder 9 keine gültigen Squawk-Codes. Ein Code ist nicht dasselbe wie:
- das Luftfahrzeugkennzeichen,
- die 24-Bit-Adresse eines Mode-S-Transponders,
- die im Mode-S-Feld übertragene Luftfahrzeugidentifikation,
- ein Flugplan oder eine ATC-Freigabe.
Der Code allein sagt deshalb nicht vollständig, wer du bist oder welche Berechtigung du für einen Luftraum hast.
7000 und 2000 nach SERA.13005
SERA.13005 ordnet die Codewahl ohne besondere Lage wie folgt:
- ATS kann einen individuellen Code zuweisen; dieser wird wie angewiesen eingestellt.
- Ohne ATS-Anweisung wird Code 2000 oder ein anderer von der zuständigen Behörde festgelegter Code verwendet.
- Wenn keine Flugverkehrsdienste empfangen werden, dient Code 7000 grundsätzlich der besseren Erkennbarkeit, sofern die zuständige Behörde nichts anderes festlegt.
Die AIP kann für bestimmte Gebiete oder Verfahren andere Codes vorsehen. Alte Merktabellen mit regionalen Codes sind deshalb keine verlässliche Grundlage für einen aktuellen Flug.
Die drei besonderen Codes
| Code | Bedeutung nach SERA.13005 | Wichtige Einordnung |
|---|---|---|
| 7500 | rechtswidriger Eingriff | soweit möglich einstellen; je nach Lage kann 7700 geeigneter sein |
| 7600 | Ausfall der Funkverbindung | Teil des veröffentlichten Funkausfallverfahrens |
| 7700 | Notlage | kann zur Anzeige einer Notlage gewählt werden; ein bereits zugewiesener Code kann je nach Lage zunächst beibehalten werden |
Die frühere Formulierung, diese Codes dürften „nie freiwillig“ gesetzt werden, ist falsch. Sie werden gerade dann bewusst verwendet, wenn die jeweilige Lage vorliegt und das Verfahren dies vorsieht. Ein unbeabsichtigtes Einstellen ist dagegen unbedingt zu vermeiden.
Eine Code-Anweisung vollständig zurücklesen
Beispiel mit frei gewähltem Trainingswert:
D-EZGG, Squawk sieben drei fünf eins.
Ein passender Readback lautet:
Squawk sieben drei fünf eins, D-EZGG.
Die vier Ziffern werden einzeln gesprochen. Danach wird der Code am Transponder eingestellt und kontrolliert. Die IDENT-Funktion wird nach SERA nur auf Aufforderung von ATS verwendet.
Codewechsel ohne Mythen
Es gibt keine allgemeine Regel, vor jedem Codewechsel zunächst 0000 zu wählen. Entscheidend sind Bedienungsanleitung und sichere Bedienung des eingebauten Transponders. Bei Drehschaltern ist darauf zu achten, beim Einstellen nicht unbeabsichtigt einen besonderen Code zu übermitteln. Moderne Geräte erlauben häufig die Eingabe und anschließende Aktivierung des vollständigen Codes.
Was Mode S zusätzlich liefert
Mode S kann neben dem Mode-A-Code unter anderem eine eindeutige 24-Bit-Adresse und eine Luftfahrzeugidentifikation übertragen. Druckhöheninformation und weitere Daten hängen von Ausrüstung und Betriebsart ab. ADS-B Out ist eine zusätzliche Überwachungsfunktion und darf nicht mit dem Squawk-Code gleichgesetzt werden.
Trainingsregel: Erst hören, vier Ziffern vollständig zurücklesen, dann den angewiesenen Code kontrolliert einstellen.
Quellen und Aktualität
- EUR-Lex: SERA.13001 bis SERA.13015 – Betrieb und Codes von SSR-Transpondern
- DFS: AIP Deutschland, aktuelle nationale Transponderverfahren
- DFS: Nachrichten für Luftfahrer
Codes, Gebiete und Verfahren können national ergänzt oder geändert werden. Prüfe für den Flugbetrieb die aktuelle AIP und konkrete ATS-Anweisung.
Was häufig schiefgeht
- Einen bekannten Ablauf auf einen anderen Flugplatz oder eine andere Funkstelle übertragen.
- Anfrage, Information und Freigabe sprachlich nicht sauber voneinander unterscheiden.
- Ein didaktisches Beispiel wie eine aktuelle operative Anweisung verwenden.
Was du damit trainieren kannst
- Den nächsten Funkschritt aus Funkstelle, Flugphase und aktuellem Zustand ableiten.
- Eine Anweisung in Handlung, Rücklesepflicht und offenen Klärungsbedarf zerlegen.
- Lokale Angaben vor realer Nutzung konsequent mit aktueller AIP und Einweisung abgleichen.
Kurzantworten zum Thema.
Die Antworten fassen den Artikel zusammen und führen bei veränderlichen Angaben zurück zu den aktuellen Primärquellen.
Was ist bei „Squawk-Codes: 7000, 7500, 7600 und 7700 richtig einordnen“ entscheidend?
Ein Squawk ist der vierstellige Mode-A-Code eines SSR-Transponders. Er hilft der Flugsicherung, ein Radar- oder Überwachungsziel zuzuordnen. Ein von ATS angewiesener Code hat Vorrang; ohne ATS-Anweisung gelten SERA und die Festlegungen der zuständigen Behörde.
Wie gehe ich bei „Squawk-Codes: 7000, 7500, 7600 und 7700 richtig einordnen“ strukturiert vor?
Der Mode-A-Code ist oktal aufgebaut. Jede der vier Stellen verwendet nur die Ziffern 0 bis 7. Deshalb sind Werte mit 8 oder 9 keine gültigen Squawk-Codes. Ein Code ist nicht dasselbe wie:
Was muss ich bei „Squawk-Codes: 7000, 7500, 7600 und 7700 richtig einordnen“ aktuell prüfen?
Der Code allein sagt deshalb nicht vollständig, wer du bist oder welche Berechtigung du für einen Luftraum hast.
Dieses Thema im Zusammenhang nutzen.
Öffne den übergeordneten Guide, sieh dir den passenden Produktbaustein an oder wähle den Lernweg für deine Situation.
Verstehe den Funkfall. Trainiere ihn danach selbst mit FlyTalk.
FlyTalk verbindet BZF-Theorie, Prüfungsfragen und geführte Funkszenarien mit PTT, verständlichem Debrief und wiederholbarer Praxis auf Deutsch und Englisch – 24/7 ohne festen Kurstermin.