Squawk-Codes: was die vier Ziffern in deinem Transponder bedeuten
7000 ist nicht einfach 7000. Hier kommt die Übersicht der wichtigsten Squawk-Codes für VFR-Flüge in Deutschland — und die drei, die du nie freiwillig setzen darfst.
Redaktionell verantwortlich: Christian Kirsch, Flytalk.ai.
Der Transponder ist die Antwort deines Flugzeugs auf das Sekundärradar des Lotsen. Er sendet einen Vier-Ziffer-Code (0000-7777, ohne 8 oder 9), der dem Lotsen zeigt, wer du bist und welchen Flugzweck du verfolgst.
Die wichtigsten Codes für VFR in Deutschland
- 7000 — Standard-VFR-Code in Europa. Zeigt dem Lotsen: VFR-Verkehr ohne spezifische Zuteilung.
- 0021 — VFR im unteren Luftraum unterhalb 5000 ft AMSL.
- 0022 — VFR oberhalb 5000 ft AMSL.
- 2000 — Standard-Code beim Einflug aus dem Ausland, bevor ein neuer Code zugewiesen wird.
Notfall-Codes — die drei roten Linien
- 7500 — Hijack / unerlaubter Eingriff in den Bordbetrieb.
- 7600 — Funkausfall.
- 7700 — Allgemeine Notlage (Mayday).
Diese Codes lösen am Boden Alarmprozeduren aus. NIE versehentlich setzen, auch nicht beim Wechsel zwischen Codes — Standard-Praxis: vor dem Setzen eines neuen Codes erst kurz auf 0000 oder den alten Code, um nicht durchzuwandern.
Was tun bei Squawk-Anweisung?
Lotse:
> D-EZGG, squawk 7351.
Pilot (Pflicht-Readback):
> Squawk 7351, D-EZGG.
Erst dann den Code im Transponder setzen.
Mode-S und Hex-Code
Moderne Transponder senden zusätzlich zum 4-Ziffer-Code eine eindeutige Hex-Adresse (Mode-S), die das Flugzeug identifiziert. In TMZ-Bereichen ohne Funk reicht Mode-S — der Lotse sieht das Flugzeug auch ohne Funkkontakt.
Häufige Prüfungsfragen
- Welcher Squawk-Code für Funkausfall? — 7600.
- Was ist der Standard-VFR-Squawk in Europa? — 7000.
- Darf man 7700 testweise setzen? — Nein, niemals freiwillig.
Quellen
- AIP Deutschland ENR 1.6
- ICAO Doc 4444