Was ist BZF? · Orientierung von A bis Prüfung

BZF verstehen: Welches Sprechfunkzeugnis du brauchst und wie die Prüfung abläuft.

Diese Seite führt dich Schritt für Schritt durch BZF I, BZF II und BZF E: Wofür das Zeugnis da ist, wer es benötigt, wie Anmeldung, Kosten und Prüfung funktionieren und wie du Theorie und praktischen Flugfunk sinnvoll online vorbereitest.

  1. 01Passendes Zeugnis einordnenSprache und VFR- oder IFR-Einsatz unterscheiden.
  2. 02Prüfung organisierenAntrag, Prüfungsort und amtliche Gebühr prüfen.
  3. 03Prüfung verstehenKenntnisteil und praktische Fertigkeiten getrennt betrachten.
  4. 04Vorbereitung planenTheorie, Phraseologie und eigene Sprechpraxis verbinden.
Diese Seite in einem Satz

Vom ersten „Welches BZF?“ bis zu deinem Lernplan.

Das BZF ist das Flugfunkzeugnis für den Sprechfunk unter Sichtflugregeln. BZF II deckt deutschen VFR-Sprechfunk innerhalb Deutschlands ab, BZF I deutschen und englischen VFR-Sprechfunk und BZF E englischen VFR-Sprechfunk. Sprache, Betriebsart, Funkstelle und gesetzliche Ausnahmen bestimmen die erforderliche Variante – nicht allein der Name deiner Pilotenlizenz. Diese Übersicht verbindet die Einordnung mit BZF-Theorie, BZF-Prüfung und praktischem Funk.

Wenn du ganz am Anfang stehst, lies die acht Abschnitte nacheinander. Kennst du dein Zeugnisziel bereits, führt dich die Übersicht direkt zu Anmeldung, Prüfungsablauf oder Lernweg. So bleibt die amtliche Einordnung von der eigentlichen Vorbereitung klar getrennt.

01 · Zuerst einordnen

Welche Flugfunkzeugnisse gibt es?

Für VFR sind BZF II, BZF I und BZF E die zentralen Varianten. AZF und AZF E gehören zum Instrumentenflug und markieren deshalb eine andere Stufe.

Deutsch · VFR

BZF II (BZF 2)

Deutscher Sprechfunk bei Flügen nach Sichtflugregeln innerhalb Deutschlands.

BZF II im Detail
Deutsch + Englisch · VFR

BZF I (BZF 1)

Deutscher und englischer Sprechfunk bei Flügen nach Sichtflugregeln.

BZF I im Detail
Englisch · VFR

BZF E

Englischer Sprechfunk bei Flügen nach Sichtflugregeln.

VFR + IFR

AZF und AZF E

Die allgemeinen Flugfunkzeugnisse decken Sicht- und Instrumentenflug ab. FlyTalk konzentriert sich auf BZF- und VFR-Vorbereitung; AZF wird hier nur zur Abgrenzung genannt.

02 · Zweck verstehen

Wozu braucht man ein BZF?

Für den Flugfunkdienst an Boden- und Luftfunkstellen wird grundsätzlich eine passende Berechtigung benötigt. Das BZF weist nach, in welchem VFR-Rahmen und in welcher Sprache du Sprechfunk ausüben darfst.

01

Funkberechtigung

Das Zeugnis ordnet deinen zulässigen Sprechfunk nach Sprache und Sichtflugregeln ein.

02

Gemeinsame Verfahren

Die Prüfung verlangt Kenntnisse und praktische Fertigkeiten für standardisierten, verständlichen Flugfunk.

03

Zeugniswahl

Sprache, Betriebsart und Funkstelle bestimmen die passende Zeugnisart; gesetzliche Ausnahmen werden getrennt betrachtet.

03 · Deinen Fall erkennen

Wer braucht welches BZF?

PPL, LAPL, UL oder Segelflug sind sinnvolle Ausgangspunkte, entscheiden aber nicht allein über das Zeugnis. Ausschlaggebend sind Funkstelle, Sprache, Betriebsart und mögliche Ausnahmen.

Flugschüler

Du planst deine Ausbildung.

Dein geplanter Funkbetrieb bestimmt das Zeugnis: BZF II für deutschen VFR-Funk innerhalb Deutschlands, BZF I für deutschen und englischen VFR-Funk oder BZF E für englischen VFR-Funk.

Vorbereitung für Flugschüler
Im laufenden Kurs

Du kennst das Ziel – dir fehlt Sprechzeit.

Nutze Theorie und Funkpraxis zwischen den Terminen, ohne Vorgaben deiner Flugschule zu ersetzen.

BZF-Kurs ergänzen
Piloten

Du möchtest Funkverfahren auffrischen.

Ordne zuerst deine vorhandene Berechtigung ein und trainiere dann gezielt deutsche oder englische VFR-Abläufe.

Piloten-Refresher ansehen
Wichtig

Der Einsatz entscheidet.

Die Pilotenlizenz bestimmt das BZF nicht automatisch. Sprache, Betriebsart, Funkstelle und gesetzliche Ausnahmen sind die entscheidenden Kriterien.

04 · Prüfung organisieren

Wo findet die Prüfung statt – und wie meldest du dich an?

Die Anmeldung geht an einen zuständigen Standort der Bundesnetzagentur. Vollständige Unterlagen und die im Voraus fällige Gebühr sind Voraussetzung für die Zulassung.

BerlinBremenEschbornKölnLeipzigMünchenReutlingen
Stand der veröffentlichten Antragshinweise: November 2025. Termin und Ort teilt die Prüfungsbehörde mit.
  1. 01Zeugnis wählenBZF I, BZF II oder BZF E fachlich einordnen.
  2. 02Aktuelles Formular nutzenAntrag und Hinweise direkt bei der Bundesnetzagentur öffnen.
  3. 03Frist einhaltenDer unterschriebene Antrag muss laut aktuellem Hinweis spätestens 14 Tage vor dem Termin vorliegen.
  4. 04Gebühr vorauszahlenDie Zulassung erfolgt erst bei vollständigen Unterlagen und eingegangener Gebühr.
Vollprüfung BZF II80 €
Vollprüfung BZF I95 €
Vollprüfung BZF E85 €
  • Mindestalter einplanen. Für BZF I und BZF II gilt ein Mindestalter von 15 Jahren; die Prüfung darf frühestens drei Monate vor Erreichen dieses Alters stattfinden.
  • Vorbereitung frei wählen. Eine bestimmte Ausbildungsstätte ist für die Prüfungszulassung nicht vorgeschrieben. Persönliche Ausbildung und eigenständiges Training lassen sich deshalb sinnvoll kombinieren.
  • Vorhandenes Zeugnis angeben. Wer bereits ein BZF II besitzt, kann das BZF I über eine Zusatzprüfung erwerben. Der passende Antrag und Prüfungsumfang richten sich nach deinem Ausgangsstand.
05 · Ablauf verstehen

Was wird in der BZF-Prüfung geprüft?

Die Zeugnisse verbinden Kenntnisnachweis und praktische Fertigkeiten. Die Sprache und einzelne Zusatzteile unterscheiden sich.

ZeugnisKenntnissePraktischer FunkZusätzlicher Teil
BZF IISchriftlich auf DeutschVFR-Flugvorbereitung und deutscher SprechfunkNot- und Dringlichkeitsverfahren
BZF IKenntnisse wie BZF IIVFR-Flugvorbereitung sowie deutscher und englischer SprechfunkEnglischer Luftfahrthandbuchtext, etwa 800 Zeichen, mündlich ins Deutsche übersetzen
BZF ESchriftlich auf EnglischVFR-Flugvorbereitung und englischer SprechfunkNot- und Dringlichkeitsverfahren

Die verbindlichen Prüfungsbestimmungen stehen in Anlage 1 der Flugfunkverordnung; die amtliche Prüfung nimmt die Bundesnetzagentur ab.

06 · Theorie

Was gehört zum Kenntnisteil?

Der gemeinsame amtliche Fragenkatalog für BZF I und BZF II umfasst in der Fassung von 2024 insgesamt 261 Fragen. Lerne nicht nur Antwortbuchstaben, sondern ordne jede Frage einem Verfahren und einer späteren Funklage zu.

Warum der Fragenkatalog allein nicht reicht
  • Rechtliche Grundlagen des Flugfunks
  • Betriebsverfahren und Sprechfunk
  • Not- und Dringlichkeitsverfahren
  • Flugsicherung und Luftraumorganisation
  • VFR-relevante Luftverkehrsregeln und Funknavigation
07 · Praktischer Teil

Was musst du praktisch können?

Du bereitest einen VFR-Flug soweit vor, wie es für den Funk erforderlich ist, und wickelst einen zusammenhängenden Sprechfunkverkehr mit den vorgesehenen Verfahren selbst ab.

  1. 01Funklage vorbereitenFlugplatz, Route, Frequenzen und relevante Unterlagen einordnen.
  2. 02Anweisung verstehenHandlung, variable Werte und Meldeaufforderungen erkennen.
  3. 03Selbst antwortenDen passenden Funkspruch vollständig und verständlich sprechen.
  4. 04Verlauf weiterführenAuf die nächste Funklage reagieren – einschließlich Not- und Dringlichkeitsverfahren.
08 · Vorbereitung verbinden

Wie kannst du BZF lernen und dich sinnvoll vorbereiten?

Eine vollständige Vorbereitung verbindet amtliche Grundlagen, aktiven Wissensabruf, Phraseologie, Hörverständnis und eigene Sprechpraxis. Der Fragenkatalog allein trainiert den praktischen Teil nicht.

  1. 1Zeugnisziel bestimmenBZF I, BZF II oder BZF E passend zu Sprache und geplantem Funkbetrieb einordnen.
  2. 2Theorie verstehenFragen nach Themen lernen und falsche Antworten erklären können.
  3. 3Phraseologie aktiv abrufenZahlen, Rufzeichen und Sprechgruppen laut mit wechselnden Werten üben.
  4. 4Vollständige Funkläufe sprechenSzenarien selbst eröffnen oder beantworten und konkrete Lücken auswerten.
Fachlich sauber bleiben

Was diese Übersicht nicht pauschal entscheidet.

  • Diese Seite beschreibt die Grundstruktur der FlugfunkV, nicht jeden Anerkennungs- oder Sonderfall.
  • Prüfungsorte, Formulare, Fragenkatalog und Gebühren können sich ändern.
  • Language Proficiency, Pilotenlizenz und Flugfunkzeugnis sind getrennte Anforderungen.
  • Für den realen Betrieb gelten aktuelle operative Unterlagen und persönliche Berechtigungen.
Häufige Fragen

Die wichtigsten BZF-Antworten auf einen Blick.

Wie alt muss ich für BZF I oder BZF II sein?

Die FlugfunkV nennt 15 Jahre als Mindestalter. Die Prüfung darf frühestens drei Monate vor Erreichen dieses Alters stattfinden.

Was kostet die BZF-Prüfung?

Die Vollprüfung kostet 80 Euro für BZF II beziehungsweise 95 Euro für BZF I, Stand November 2025. Die Gebühr entsteht mit der Antragstellung und ist im Voraus fällig.

Wo kann ich die BZF-Prüfung ablegen?

Die Bundesnetzagentur nennt sieben Prüfungsorte: Berlin, Bremen, Eschborn, Köln, Leipzig, München und Reutlingen, Stand November 2025. Ort und Termin teilt die Prüfungsbehörde mit.

Muss ich einen Kurs besuchen?

Die Bundesnetzagentur schreibt keine bestimmte Ausbildungsstätte vor. Eine gute Vorbereitung muss dennoch Kenntnisse und praktische Fertigkeiten vollständig abdecken.

Kann ich von BZF II auf BZF I erweitern?

Ja. Die FlugfunkV sieht eine Zusatzprüfung für Inhaber eines BZF II vor. Welche Teile entfallen, beschreibt Anlage 1.

Brauche ich neben BZF I einen Sprachnachweis?

Für englischen Flugfunk können zusätzliche Anforderungen an englische Sprachkompetenz gelten. Zeugnis und Language Proficiency müssen getrennt geprüft werden.

Wo finde ich verbindliche Informationen?

Bei der Bundesnetzagentur, in der aktuellen FlugfunkV und für operative Verfahren in den dafür vorgesehenen Luftfahrtpublikationen.

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