RMZ-Erstmeldung: was muss alles drin sein?

Eine vollständige RMZ-Erstmeldung enthält fünf Pflicht-Komponenten. Wer eine vergisst, hat die Prüfung in dem Punkt nicht bestanden.

Redaktionell verantwortlich: Christian Kirsch, Flytalk.ai.

Die Radio Mandatory Zone ist ein Luftraum, in dem Funkpflicht besteht — aber keine Freigabe vom Lotsen nötig ist. Du meldest dich beim Einflug, um über deine Anwesenheit zu informieren. Der Lotse antwortet typischerweise mit einer Verkehrsmeldung oder einem QNH.

Die fünf Pflicht-Komponenten

  1. Anrufzeichen der Bodenstelle — meistens Information oder Tower
  2. Eigenes Rufzeichen — vollständig
  3. Flugzeugtyp — z. B. C172, PA28
  4. Position — geografisch oder relativ zu einem Meldepunkt
  5. Höhe — in Fuß über NN
  6. Absicht — Einflug RMZ, Kurs, Ziel

(Nicht zu vergessen: ATIS-Information, falls vorhanden.)

Beispiel

> Braunschweig Information, D-EZGG, Cessna 172, 5 km nördlich Wolfenbüttel, 2500 Fuß, Einflug RMZ, Kurs 030, mit Information Bravo.

Warum so vollständig?

Anders als bei einer normalen Erstmeldung hat der Lotse hier KEIN Radarbild deines Flugs. Er muss aus deinem Funkspruch alles ableiten, was er für eine Verkehrsinformation braucht. Wenn du die Höhe vergisst, kann er dich nicht gegen anderen Verkehr koordinieren.

Häufige Fehler

  • Flugzeugtyp vergessen — Lotse weiß nicht, ob du Hubschrauber, UL oder Charterjet bist.
  • Höhe vergessen — Lotse kann keinen Höhenkonflikt beurteilen.
  • Position zu unpräzise — "im Sektor X" reicht nicht; nenne einen Punkt.
  • "Kurs nach Hannover" statt eines Steuerkurses oder Zielflughafens.

Wann muss die Meldung wiederholt werden?

Wenn du die RMZ verlässt und wieder einfliegst (z. B. nach einer Platzrunde an einem unkontrollierten Platz). Wenn du nur durch die RMZ durchfliegst und auf der anderen Seite austrittst, reicht eine Austrittsmeldung.

Quellen

  • AIP Deutschland ENR 1.4
  • Bundesnetzagentur: Prüfungsfragen BZF II und BZF I

Amtliche Referenzen